Bambinitraining in der Kita
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Alles, was Erzieher*innen aus ihrem Beruf mitbringen, ist ideal, um Fußballprojekte für diese Altersklasse ins Leben zu rufen und zu leiten.

Wussten Sie, dass Kindertagesstätten in der Regel optimale Voraussetzungen fürs Fußballspielen mit sich bringen und dass Sie als pädagogische Fachkräfte mitunter die besten Coaches für die Kinder sind? Bambinitrainer Thomas Staack klärt auf.

Wir haben u.a. nachgefragt:

  • Weshalb eignet sich Fußball besonders gut, um die Bewegungsfreude der Kinder zu fördern?
  • Worauf ist insbesondere beim Bambinitraining zu achten und ab welchem Alter kann es losgehen?
  • Welche konkreten Bambiniübungen können Sie pädagogischen Fachkräften empfehlen?
  • Achtsamkeit in Bezug auf den eigenen Körper (was er kann, was er braucht, was ihm guttut, was ihm schadet) – wie kann das beim Fußballtraining vermittelt werden?

Tipps für Erzieherinnen:

  • Besprechen Sie mit den Kindern, wie anstrengend das Training war, und achten Sie auf regelmäßige Trinkpausen (vor, nach und in der Mitte der Trainingseinheit).
  • Zeigen Sie den Kindern auf, wie wichtig die regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit ist, um Sport zu treiben.
  • Achten Sie darauf, dass die Kinder ihren natürlichen Schutzmechanismus aktivieren und aufhören zu trainieren, wenn sie erschöpft sind.
  • Verlieren Sie nie den Spaßfaktor aus den Augen – auch die Kinder sollten sich selbst vor Augen führen, ob das, was sie tun, auch wirklich Spaß macht. Die Kleinen einfach mal zu fragen, wie sie die Spielstunde erlebt haben, ist eine gute Trainingskontrolle und Sie erhalten viele ehrliche Antworten und können das Angebot ggf. optimieren.

Unser Interview liefert wertvolle Infos:

Als Coach müssen Sie keinesfalls Ronaldo oder Messi sein, jedoch gilt: Alles, was Sie dieser Altersklasse vormachen, können Sie selbst auch mit machen! Deshalb möchten wir Sie ermutigen, gemeinsam mit den Kindern dem Ball hinterherzujagen.



Zwei Spielstunden als Musterbeispiele – so kickt die Kita

Die beiden Spielstunden „Im Wichtelwald“ und „Im Zauberschloss“ zeigen Musterbeispiele für das Trainingsprogramm in einer Kita. Sie kommen auf kleiner Fläche mit wenig Material aus und nutzen einen einheitlichen Spielaufbau, der kaum verändert werden muss. So können mehrere Kita-Gruppen ohne Aufwand hintereinander trainieren oder durch den Aufbau eines zweiten Felds sogar parallel. Viele Variationen ermöglichen es, die Spielstunden über viele Wochen mit leichten Veränderungen immer wieder anzubieten. Spiel 5 ist optional, d. h. je nach Alter und Leistungsstand der Kinder sollten vier oder fünf Spiele durchgeführt werden.


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